Im Internet werden immer mehr Inhalte weiterhin geschaffen, um Menschen anzuziehen, einzubinden und miteinander zu verbinden, jedoch zunehmend durch massenhaft produziertes, minderwertiges Material, das eher auf Skalierung als auf Tiefe ausgelegt ist. Anstelle eines bedeutungsvollen Austauschs werden Nutzer oft mit automatisierten Inhalten, KI-generiertem „Slop“ und aufmerksamkeitsgetriebenem Rauschen konfrontiert, das Relevanz imitiert und zugleich dazu führt, dass das Online-Umfeld weniger vertrauenswürdig, weniger persönlich und weniger menschlich wirkt. Außerdem treten dabei Tech-Giganten als Vermittler auf.
Die ARTE-Dokumentation „KI: Der Tod des Internets“ (unbedingt ganz ansehen) greift genau diese Sorge auf und zeigt, wie KI-generierter „Slop“ und von Bots produzierte Inhalte soziale Feeds überfluten und die Frage aufwerfen, ob das Internet in einen künstlicheren und weniger sinnvollen Raum gedrängt wird.
Das Zitat von Emanuel Maiberg, „Im Moment ist die Lösung eine direktere Verbindung von Mensch zu Mensch“, weist auf die überzeugendste Antwort auf diese Entwicklung hin. Statt sich nur auf Systeme zu verlassen, die Kommunikation zunehmend vermitteln, filtern und imitieren, betont das Zitat den Wert von echtem Vertrauen zwischen echten Menschen. Genau das macht „KI: Der Tod des Internets“ sehenswert: Es geht nicht nur um Technologie, sondern um die Zukunft menschlicher Verbindung im Internet.
Damit stellt sich für jeden einzelnen künftig die Frage: Wem, wo und auf welche Weise möchtest du selbst online Vertrauen schenken?